Marx vs. Wilders « Landesarbeitskreis Shalom in und bei der Linksjugend [’solid] Brandenburg

Marx vs. Wilders

Workshopangebot des LAK Shalom Brandenburg auf der IX. Landesmitgliederversammlung der Linksjugend [’solid] Brandenburg in Bestensee bei Berlin vom 25. bis 27. März 2011

„Das Fundament der irreligiösen Kritik ist: Der Mensch macht die Religion, die Religion macht nicht den Menschen.“ (Karl Marx)

Rechtspopulisten wie Geert Wilders, Stadtkewitz und Co. berufen sich in ihrem politischen Programm auf den Kampf der Kulturen. Dieser werde so auch zwischen Westen und Islam ausgetragen, zwischen Okzident und Orient. Aus dieser Vorstellung beziehen sie ihre Legitimität, um nach innen Muslime zu diskriminieren und nach außen muslimisch geprägte Länder zu dämonisieren.

Im Workshop wollen wir Islam weder dämonisieren („Islam ist Terror“), noch romantisieren („Islam ist Frieden“). Stattdessen richten wir unser Hauptaugenmerk weg vom Islam hin zu marxistischer und materialistischer Kritik, deren Gegenstand ökonomische und politische Verhältnisse in den jeweiligen Kulturkreisen sind. Dies ist notwendig, weil sich allzu oft auch Linke auf kulturalistische Argumentationen einlassen und somit zwangsweise in die Situation kommen, bestimmte Phänomene im Islam zu verteidigen (z.B. das Kopftuch), obwohl sie nicht einem emanzipatorischen Anspruch gerecht werden.

Ziel des Workshops soll es daher sein, eine theoretische Grundlage zu entwickeln, die unabhängig vom Inhalt einer Religion, den Kampf der Kulturen als politisches Instrument entlarvt, das nach außen eine Gefahr ist und nach innen eine Versuchung. Die Frontlinien der politisierten Kulturen verlaufen demnach nicht zwischen den großen Kulturen, sondern in ihrem Inneren selbst.

Mehrgenerationenhaus Bestensee
Waldstraße 33, 15741 Bestensee

Sonntag, 27.03.2011, 10-12 Uhr